Visualisierung: nightnurse images

© 2018 Erbengemeinschaft Müller, Horgen

Rückblick

zum öffentlichen Orientierungsanlass
vom 22. November 2018
in der Reithalle Bocken

Die Erbengemeinschaft Müller hat am 22. November 2018 zusammen mit je einem Vertreter von Planpartner AG, dem Gemeinderat Horgen und von Nüesch Partner Architekten Stellung zu diversen Fragen genommen.

Fragen und Antworten

Warum kann die «Ebnet» nicht regelkonform bebaut werden? 

Der aktuelle Gestaltungsplan befolgt den Grundsatz des Kantons Zürich. Dieser fördert den haushälterischen Umgang mit dem Boden durch eine innere Verdichtung. Das heisst: Zuerst soll das bereits eingezonte Bauland besser ausgenützt werden (mittels höherer Dichte), bevor neues Bauland eingezont wird.

Was sind die Vorteile des vorliegenden Gestaltungsplans? 

Dank der Mitarbeit verschiedener Partner ist ein ausgewogenes Konzept entstanden, das folgende Vorteile bietet:

  • harmonische Einbettung ins Landschaftsbild

  • grosse Grünflächen dank moderater Verdichtung

  • attraktive Wohnlage für viele statt Individualismus für wenige

  • hohe und gleichzeitig bezahlbare Wohnqualität

  • Schaffung von Begegnungsräumen

  • Wohnen für Jung und Alt (3 Generationen)

  • kurze Bauzeit für eine ganze Siedlung statt Bauarbeiten an EFH über Jahre hinweg

Gegner des Projekts bemängeln das Konzept als zu dicht und die Gebäude teilweise als zu hoch. Sind diese Vorwürfe haltbar?

Zur Dichte: Durch das verdichtete Bauen verbleibt zwischen den Gebäudezeilen ein verhältnismässig grosser Freiraum – grösser, als wenn die «Ebnet» mit einzelnen regelkonformen Einfamilienhäusern überbaut würde.

Zur Höhe: Die Regelbauweise lässt Gebäude mit einem Satteldach von 14.5 Metern Höhe zu. Entlang der Kummrütistrasse wären somit Hausdächer möglich, die bis zu 6 Meter höher wären als die jetzt vorgesehenen Flachdächer.

Gibt es eine Transparenz zu den Einwendungen, die gegenüber dem Gestaltungsplan erhoben wurden?

Die Stellungnahmen zu den Einwendungen sind auf der Webseite der Gemeinde Horgen öffentlich einsehbar.

Worum geht es beim Mehrwertausgleich allgemein? 

Im März 2013 hat die Stimmbevölkerung das Referendum zum Raumplanungsgesetz (RPG) angenommen – im Kanton Zürich mit 71%! Die Bevölkerung hat klar geäussert: Sie will sparsam mit der Ressource Boden umgehen, einer Zersiedelung entgegenwirken und, wo möglich und sinnvoll, «verdichtet bauen». Durch eine solche Nutzung gewinnt ein Grundstück an Wert. Gleichzeitig steigen mit dieser Aufwertung auch die Kosten zu Lasten der öffentlichen Hand. Der Mehrwertausgleich schafft hier eine Beteiligung an diesen Kosten.

Worin besteht der Mehrwertausgleich zwischen der Gemeinde Horgen und den Grundstückeignern? 

Die Details über die Abwicklung des Ausgleichs in der Höhe von CHF 3.4 Mio. sind in beurkundeten Verträgen geregelt. Die Gemeinde Horgen profitiert im Nebeneffekt von:

  • einer neuen Parzelle im Verwaltungsvermögen

  • einem neuen Kindergarten

  • einem öffentlichen Fussweg von der Ebnet- zur Kummrütistrasse

Der Kanton will erst am 30. April 2019 über die Regelung des Mehrwertausgleichs befinden.

Kann somit an der GV vom 13. Dezember 2018 über den Gestaltungsplan «Ebnet», der einen Mehrwertausgleich enthält, überhaupt abgestimmt werden?

Ja. Das Mehrwertausgleichsgesetz ist per 13.12.2018 noch nicht in Kraft. Die Erbengemeinschaft Müller leistet aktuell somit einen «freiwilligen» Mehrwertausgleich an die Gemeinde Horgen, ohne gesetzliche Grundlage.

Ist das Verkehrsaufkommen, das durch den geplanten Ausbau der «Ebnet» ergänzend entsteht, verkraftbar?

Die Erschliessung des Gebiets entspricht den Vorgaben des rechtskräftigen Quartierplans «Ebnet». Zudem: Der Verkehrsplaner, der bei der Erarbeitung des Gestaltungsplans diesen Aspekt geprüft hat, ist zum Schluss gekommen, dass die vorhandenen Verkehrsanlagen den Mehrverkehr normgerecht aufnehmen können.